OLTRARNO (stadttour 3) in Florenz
Oltrarno Stadttour 1 | Oltrarno Stadttour 2
zurück zu Rundgänge-in-Florenz
Das Viertel Santo Spirito Zwischen Santa Felicita
und San Felice Antike Fahne der Muschel
Dieser antike Gonfalone (Fahne) umfaßte die Bevölkerung der Pfarrgemeinde von San Jacopo und zum Teil von Santa Felicita und San Frediano. Seine Grenzen gingen von der Piazza Frescobaldi bis zur Ponte Vecchio und von der Piazza S. Felicita die Costa de´Magnoli und Costa San Giorgio entlang bis zum Forte Belvedere; an den Mauern des Boboli-Gartens entlang gehen die Grenzen weiter bis zur Via Guicciardini und dem Sdrucciolo de´Pitti, von dort biegen sie den Presto di San Martino ab, bis zur Piazza Frescobaldi. Von dieser Stadttour schließen wir den Anstieg von der Piazza Santa Felicita zum Forte Belvedere, die Costa San Giorgio entlang, aus, aber wir empfehlen diesen Anstieg trotzdem denjenigen, die von den höchsten Stufen der mediceer Burg aus das zauberhafte Panorama auf die ganze Stadt genießen wollen. Unsere Tour beginnt
mitten auf der Ponte Vecchio,
von wo aus man auf beiden Seiten den Arno entlang sehen
kann; diese Brücke ist
die einzige, die von der Zerstörung des Krieges und
von dem schlammigen Wasser der Überschwemmungen verschont
blieb. Ponte Vecchio ist eine der berühmtesten Brücken
der Welt, die zum Symbol der Stadt Florenz geworden ist.
Seit dem dreizehnten Jahrhundert befinden sich auf der
Brücke
|
|
Dann gehen wir an
dem Turm Torre dei Mannelli, um den oben herum der Corridoio
Vasariano entlangläuft, vorbei und überqueren die
Piazza dei Rossi, auf der sich Reste von mittelalterlichen
Türmen neben modernen Gebäuden, die von der Zerstörung
durch den Krieg 1944 zeugen, befinden. Elegante Geschäfte
verschiedener Art laden den Besucher zum Bummeln ein, um
Handschuhe, Ledersachen, Schuhe und Kleidungsstücke
zu betrachten und zu kaufen. So erreichen wir die Piazzetta
di Santa Felicita, auf der eine Säule an die religiösen
Konflikte des dreizehnten Jahrhunderts zwischen den Ketzern
und den Anhängern des San Pietro, den Märtyrer,
hinweist.
Die Santa Felicita Kirche, die auf der Oberfläche einer frühchristlichen Basilika aus dem vierten Jahrhundert errichtet wurde, wurde mehreren Renovierungen und Umstrukturierungen ausgesetzt und wurde anschließend die Kirche der Medici und der Lorena, die dem Gottesdienst im Vasarian - "Choretto" (kleiner Balkon, der auf den Innenraum der Kirche zeigt), oberhalb des Säulengangs der Vorderseite, beiwohnten. 1736 vermittelte Ferdinando Ruggieri der Kirche die architektonische Klarheit, die man heute bewundern kann. In der ersten Kapelle, auf der rechten Seite, malte der sonderliche Maler und Manierist Jacopo Pontormo für die Familie Capponi die "Deposizione" (Grablegung), zwischen 1526 und 1528, ein Triumph an metaphysischer Leuchtkraft und leuchtenden Farben. |
|
ehen wir die Via Guicciardini weiter in Richtung Piazza
Pitti. Hier können wir im Vorbeigehen Schaufenster verschiedener
Geschäfte und Gebäude, die in der Nachkriegszeit
errichtet wurden, mit ihren Innenhöfen, die zur Via
Barbadori und dem Vicolo dei Ramaglianti führen, ansehen.
In einem der Häuser, das mit einem Gedenkschild versehen
ist, starb der große Niccolo`Machiavelli, während
auf der gegenüberliegenden Seite der Straße, im
Palazzo Benizi, später Guicciardini, San Filippo Benizi
und der Historiker Francesco Guicciardini auf die Welt kamen. |
|
Die, von Luca Pitti gewollte Residenz aus dem vierzehnten
Jahrhundert, wurde in den darauffolgenden Jahrhunderten
vergrößert, um Sitz der Medici, der Lorena und
der Savoia zu werden. Heute ist der Palazzo Pitti einer
der wichtigsten Ausstellungsorte der Stadt. Hier befinden
sich zahlreiche Museen von Weltruhm, die dem Besucher eine
große Auswahl an Ausstellungen anbieten: die prachtvolle
Pinakothek der Galleria Palatina, die mit den prunkvoll
eingerichteten Wohnungen verbunden ist, das Museum degli
Argenti mit Goldschmuck, Edelsteinen, Elfenbein der Kollektionen,
einst in Besitz der Medici und der Lorena, die prachtvolle
Galleria d'Arte Moderna (Gallerie der Modernen Kunst),
l'Andito degli Angiolini (Engelskorridor), der für
Themenausstellungen vorgesehen ist, die Wohnungen der Herzogin
von Aosta und des Prinzen von Neapel, das Museum delle
Carrozze, die Kollektion Contini Bonacossi und das Museum
del Costume in der Palazzina della Meridiana. Auf der gegenüberliegenden Seite des Palazzo Pitti befinden sich zahlreiche Werkstätten und Geschäfte, einige davon antiker florentinischer Tradition: Ateliers, in denen marmoriertes Papier und Mosaikarbeiten aus hartem Stein hergestellt werden, Buchhandlungen, Cafes und Antiquitätengeschäfte. Je nachdem, wieviel Zeit man hat, kann man in Richtung der Piazza San Felice und Via Romana weitergehen, um direkt das Museum della Specola zu erreichen. Oder man kann gemütlich im mediceer Boboli - Garten spazieren gehen, ein echtes Eden der bewundernswerten Architektur, das gut 28 Hektar mißt. Die Grotte des Buontalenti, das Amphitheater, das Kaffeehaus, das Porzellanmuseum mit dem Giardino del Cavaliere (Garten) und dem Brunnen dell'"Oceano" (Ozeanbrunnen) auf dem Isolotto - Platz machten und machen den Boboli - Garten berühmt. |
|
Von der Via Romana
aus erreicht man das Museum Specola (Sternwarte). Der eigenartige
Name kommt von dem astronomischen Observatorium, das der
Granduca Pietro Leopoldo di Lorena erbauen ließ. Im
ersten Stockwerk des Palastes wurde auf Wunsch des Leopoldo
II die "Tribuna" (Tribüne) des Galileo errichtet. Im
oberen Stockwerk sind die einzigartigen zoologischen Kollektionen
und die wertvollen Sammlungen der anatomischen Wachs - Präparate
ausgestellt, die von Gaetano Zumbo und Clemente Susini realisiert
wurden.
Gehen wir dann in Richtung der San Felice in Piazza - Kirche weiter, von deren Existenz schon 1066 belegt wurde. Sie gehörte den Benediktinern, den Kamaldulensern, die sie im vierzehnten Jahrhundert von Michelozzo renovieren ließen und letztendlich den Dominikanerinnen von San Piero Martire. Im Inneren sind bedeutende Kunstwerke aufbewahrt, u.a. ein großes "Kreuz", das Giotto zuerkannt wird. In der Mitte des Platzes wurde eine Säule wiederaufgestellt, die Cosimo I in Gedenken an seinen Sieg bei Marciano (1554) errichten ließ. Bei der Straßennummer 8 des Platzes erinnert ein Marmorschild die englische Dichterin Elizabeth Barrett Browning, die hier 1861 starb.
|
|
Gehen wir nun Via
Maggio entlang in Richtung der Brücke
Santa Trinita, um dann vom Borgo
San Jacopo zur Ponte Vecchio zurückzukehren.
Zwischen riesigen aristokratischen Palästen und einer
langen Reihe von "Schaufenstern aus der Vergangenheit", eröffnet
sich vor unseren Augen eine Szenerie bedeutender künstlerischer
Zeugnisse. Hier können wir den Palazzo Bianca Cappello,
Geliebte und später Braut des Francesco I, bewundern;
dieser wurde von Bernardino Poccetti mit Groteskmalerei verziert
und ist eines der elegantesten Gebäude der Straße
und eines der schönsten von Florenz. An der Kreuzung mit Via dello Sprone erstreckt sich Borgo San Jacopo, geschmückt mit einem kleinen Brunnen mit Maske und einem hübschen Balkon. Borgo San Jacopo, eine der ältesten Straßen des Oltrarno, ist heute endlich eine Fußgängerzone für alle. Zahlreiche mittelalterliche Türme, die den letzten Weltkrieg "überlebt" haben , ragen stolz in den Himmel und verleihen der Straße einen besonderen Scharm. Auf der rechten Seite befindet sich der Torre dei Marsili; dieser Turm zeigt auf seiner Fassade eine "Verkündigung" in Terrakotta (gebrannter Ton) und weiter seitlich unterbricht ein grüner Fleck das okra-braun der finsteren Türme aus dem zwölften Jahrhundert der Familien Belfredelli und Ramaglianti. Auf der anderen Seite der Straße befindet sich die San Jacopo Soprarno Kirche, Pfarrkirche des Gonfalone (Fahne) "Muschel". Ursprünglich romanisch, wurde sie mehrmals umgeändert, sowohl außen, als auch im Inneren. Der Bogengang vor der Kirche kommt von San Donato a Scopeto und wurde an der heutigen Stelle 1575 errichtet. Auf dem Arno spiegeln sich die Apsis der Kirche und der Glockenturm aus dem sechzehnten Jahrhundert mit den originalen, anliegenden Bauten wider. Seitlich des Turms der Barbadori erstreckt sich ein bescheidener kleiner Platz, mit Blick auf die Ponte Vecchio. Von hier kann man die schönste Sicht auf die Brücke genießen; außerdem sieht man die Gebäude, die sich auf beiden Seiten den Arno entlang erstrecken und die, die alten Bauten imitierend, in der Nachkriegszeit erbaut wurden. Oltrarno (d.h. jenseits des Arnos), auf der Seite des historischen Stadtkerns links des Arnos, befinden sich Schätze, die der größte Teil der italienischen und ausländischen Touristen, die sich jedes Jahr in Florenz befinden, noch fast gänzlich entdecken muß. Dem aufmerksamen und weniger eiligen Besucher empfehlen wir mit dieser Broschüre drei Stadttouren, um den enormen künstlerischen und monumentalen Reichtum jenseits des Arno zu genießen und im Wirrwarr der Gassen und kleinen Plätze, die diesen Teil der Stadt charakterisieren, die echte und auserlesene florentinische Handwerkertradition zu entdecken. |
|
DOWNLOAD Oltrarno.pdf (1797 kb)
Oltrarno Stadttour 1 | Oltrarno Stadttour 2
zurück zu Rundgänge-in-Florenz


G



English
French
Portuguese
Spanish
Italian
Czech
Japanese