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BERÜHMTE PERSÖNLICHKEITEN aus Florenz

DANTE ALIGHIERI

Dante Alighieri, der größte Dichter des Mittelalters wurde im Mai oder Juni 1265 in Florenz als Sohn einer nicht sehr wohlhabenden Familie des niederen Adels geboren.
Über Dantes schulische Ausbildung liegen keine gesicherten Angaben vor. Doch zeugen seine Werke von einer Gelehrsamkeit, die nahezu das gesamte Wissen des Mittelalters umfasst. Sicher ist, dass er in Florenz von Brunetto Latini unterrichtet wurde, einem bedeutenden Philosophen und Rhetoriker. Unter dem Einfluss des frühen Todes seiner Jugendliebe Beatrice Pontinani (1290) wurde der junge Mann zum Philosophen und Dichter.
1292 entstanden die ersten Gedichte der "Vita Nuova" (Neues Leben), mit denen er seiner Liebe zu Beatrice poetisch Ausdruck gab.
1295 heiratete er Gemma Donati, die einer berühmten Guelfen- Familie angehörte und ihm zwei Söhne gebar. Schon immer politisch engagiert, trat er im selben Jahr der Ärzte- und Apothekerzunft bei. Während der folgenden Jahre nahm Dante aktiv am politischen Leben in Florenz teil. So gehörte er zwischen 1295 und 1296 zum außergewöhnlichen Stadtrat und 1296 dem Rat der Hundert an.
1300 wurde er zu einem der sechs Prioren von Florenz gewählt, die die Stadt regierten. Allerdings bekleidete er dieses Amt nur zwei Monate. Die Spannungen zwischen den zwei Fraktionen der Guelfen, den Schwarzen, den absolut Papstreuen und den Weißen, die sowohl vom Kaiser als auch vom Papst unabhängig werden wollten, nahmen zu Dantes Amtszeit heftige Ausmaße an.
Im Januar 1302 wurde Dante zu einer hohen Geldstrafe, dauerndem Ausschluss von jedem öffentlichen Amt und zweijähriger Verbannung verurteilt. Im März wurde er zudem zum Feuertod verurteilt, sollte er jemals wieder Florentiner Territorium betreten. Nach langen Jahren unsteter Wanderung (Lucca, Paris, Pisa) wurde im Jahre 1313 seine letzte Hoffnung, nach Florenz zurückkehren zu können, durch den Tod König Heinrich des VII unmöglich.
Dante ließ sich in Ravenna nieder, wo er sein Meisterwerk, die 1307 begonnene La Divina Commedia (die göttliche Komödie) erst kurz vor seinem Tod vollendete. Er starb am 14. September 1321 in Ravenna an Malaria.

Seine Hauptwerke: Vita Nuova, Convivio, De Vulgari Eloquentia und natürlich das Meisterwerk des Mittelalters: La Divina Commedia (Die göttliche Komödie). Das Gedicht schildert die aufsteigende Reise des Dichter-Ichs durch die Hölle, das Fegefeuer und das Paradies. In jedem einzelnen der drei Reiche des Jenseits trifft Dante auf die Seelen Verstorbener, zumeist bedeutende Gestalten der Mythologie oder Geschichte, von denen sich jede eines bestimmten Vergehens schuldig gemacht hat oder aber eine bestimmte Tugend symbolisiert. Die Strafe oder der Lohn, der den Toten jeweils zugemessen wird, verdeutlicht ihren Status innerhalb eines universellen Plans. Dante wird von seinem Vorbild Vergil, eine Allegorie der Vernunft, durch die Hölle und den Läuterungsberg geleitet. Beatrice (seine Jugendliebe), die als Ausdruck und Instrument des göttlichen Willens erscheint, führ den Dichter auf seinem Himmelsflug durchs Paradies.

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GIOVANNI BOCCACCIO

Boccaccios Vater, ein reicher Kaufmann der aus Certaldo (einem Vorort von Florenz) stammte und in Florenz lebte, wurde zur Leitung der Filiale eines Florentiner Bankgeschäftes nach Paris geschickt. Dort hatte er ein Verhältnis mit einer Adeligen die ihm 1313 einen gemeinsamen Sohn gebar und er dankte es ihr, indem er sie kurz darauf sitzen ließ.
Nach ihrem Tod nahm er seinen Sohn Giovanni bei sich in Florenz auf und schickte in dort zur Schule bis er, als er 13 Jahre alt war, in die Lehre zu einem Geldwechsler kam. 1327 wurde Giovanni zum Jurastudium nach Neapel geschickt. Doch der Jüngling gab sich dort völlig der Literatur hin und lernte dadurch die Prominenz des Hofes Anjou kennen.
1340 kam er nach Florenz zurück und wurde 1348 nach dem Tod seines Vaters Vormund seines jüngeren Bruders. Er bekleidete verschiedene öffentliche Ämter in Florenz und wurde mit diplomatischen Missionen nach Padua, der Romagna, Avignon usw. gesandt. Um 1350 begann seine Freundschaft mit Petrarca, welche bis zu dessen Tod im Jahre 1374 anhielt.
Trotz seines fortgeschrittenen Alters und den politischen Unstimmigkeiten in Florenz, welche im schwer zu schaffen machten, begann er 1373 Vorlesungen über Dantes Werke zu halten. Zwei Jahre später starb er auf dem Familiensitz in Certaldo.

Boccaccios Werke: "Filocolo", seine erste Arbeit um ca. 1340 geschrieben, "Ameto", "Amorosa Visione", "Teseide", wahrscheinlich aus dem Jahr 1341, die ersten künstlerischen Werke in ottava rima. "Ninfale Fiesolano", ein kurzes Gedicht in ottava rima, ist wohl das Beste an Stil und Einfallsreichtum, inmitten seiner weniger bekannten Werke. Das "Vita di Dante" (um 1364), hauptsächlich basierend auf Informationen von Dantes Zeitgenossen, ist das herausragendste Werk des Dichters.
Sein Buch "Decameron" ist wahrscheinlich das Werk, welches man sofort mit Boccaccio in Zusammenhang bringt. Es wurde erst 1353 fertig gestellt, aber der größte Teil wurde wahrscheinlich, noch bevor der "Schwarze Tod" 1348 seinen Höhepunkt erreichte, geschrieben. Das "Decameron" fängt mit einer furchtbaren Beschreibung des Pest-Terrors an und wird dann zu einer Erzählung über eine Florentiner Adelsgesellschaft von sieben Damen und drei jungen Männern welche sich auf einem Landgut zusammengefunden haben, um der Pestepidemie zu entfliehen und sich die Zeit zu vertreiben. An jedem Tag wird ein anderer der Gesellschaft zum Anführer gewählt und hat für das Wohlbehagen und die Unterhaltung zu sorgen. So kommt es, dass jeder der zehn Adligen an jedem der zehn Tage eine Geschichte erzählen muss, so dass zum Schluss 100 Geschichten vorgetragen wurden.

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FILIPPO BRUNELLESCHI

Brunelleschi wurde 1377 in Florenz geboren und begann seine künstlerische Laufbahn als Silber- und Goldschmied.
1401 beteiligte er sich am Wettbewerb um den Entwurf der Bronzetore des Baptisteriums von Florenz, den letztlich Lorenzo Ghiberti knapp für sich entscheiden konnte. Im Jahr darauf besuchte er erstmals Rom, um antike Skulpturen zu studieren.
In den folgenden Jahren wendete er sich verstärkt der Architektur zu und erhielt 1418 den Auftrag, die Kuppel des im Bau befindlichen Florentiner Domes (Duomo) zu planen und durchzuführen.
Der 1436 fertig gestellte achteckige Doppelschalenbau war sowohl in künstlerischer als auch in technischer Hinsicht völlig neuartig. Obgleich stilistisch noch stark an der Gotik orientiert, wurde er in seiner Form ganz von der Konstruktion bestimmt, so dass er bautechnisch bereits der Renaissance angehört.
Brunelleschi gilt als Überwinder der gotischen Stilströmung und als maßgeblicher Wegbereiter der Renaissance. Bei anderen seiner Bauwerke in Florenz, wie der Kirche San Lorenzo und dem Ospedale degli Innocenti (Findelhaus), bediente sich Brunelleschi eines schmucklosen, betont geometrischen Stils, der eher auf technisch-funktionalen als auf ästhetischen Erwägungen beruhte und auf die römische Antike und die toskanischen Romanik zurückgriff. Damit beeinflusste er den Baustil vieler später erbauten Gebäude der Florentiner Renaissance.
Ein weiterer Studienaufenthalt in Rom fand seinen Ausdruck in mehreren Kirchengebäuden, wie dem achteckigen, von Kapellen umgebenen Zentralraum der Kirche Santa Maria degli Angeli, der ersten Renaissancekirche mit völlig zentraler Komposition, für dessen Bau Brunelleschi zum basilikalen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes zurückkehrte.
Über seine Leistungen als Architekt hinaus ist der Name Brunelleschis, neben dem des Malers Masaccio, untrennbar mit der Entdeckung und theoretischen Begründung der Gesetze der linearen Zentralperspektive verbunden. Diese neue Errungenschaft der Frührenaissance, die die Projektion eines räumlichen Gebildes auf zweidimensionale Bildfläche beinhaltet, ermöglichte es den Baumeistern, die räumliche Wirkung architektonischer Entwürfe zu überprüfen und nachzuvollziehen. Brunelleschi starb 1446 in Florenz. Seine Wiederbelebung der klassischen Formen und sein Beharren auf den Zusammenhängen von Mathematik, Proportionen und Perspektive machen ihn zu einer Schlüsselfigur der Entwicklung der Architektur vom Mittelalter bis heute.

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CENNI DI PEPO, ALIAS "PIETRO CIMABUE"

Cimabue wurde 1240 geboren und starb zu einem unbekannten Zeitpunkt nach dem Jahr 1302.
Er gilt als der legendäre Begründer der italienischen Malkunst und vermutlich befand sich unter seinen Schülern auch Giotto. Vasari zu Folge waren ein paar Griechen, die sich in Florenz niedergelassen hatten die Lehrmeister von Cimabue, die er jedoch bald überragte. Als er seine berühmte "Madonna" fertigstellte, brachte die Menschenmenge sie triumphierend zur Kirche Santa Maria Novella. Der Jubel während dieser Prozession war so groß und lautstark, dass der Stadtteil, in dem der Maler lebte danach Borgo Allegri genannt wurde.
Es ist dem Eifer Vasaris (1511-1574), einem bedeutenden Kunstgeschichtler seiner Zeit, zu verdanken, dass sich dies als unwahre Überlieferung herausstellte. Es benötigte viel Zeit und Geduld von Seiten der modernen Kunstkritiker, um diese Fehler zu berichtigen. Heute ist bekannt, dass die berühmte "Madonna" von Santa Maria Novella, genannt die "Madonna Ruccellai" das Werk von Duccio di Buoninsegna aus Siena war, der sie im Jahre 1285 gemalt hat. Dies wurde durch einen Vertrag bewiesen, der in den Florentiner Stadtarchiven gefunden wurde. So wurde auch herausgefunden, dass die berühmte Triumph-Prozession nicht in Florenz sondern in Siena stattfand und zwar zu Ehren eines anderen Meisterstückes desselben Duccio, der großartigen "Madonna Maestà", die man heute in der Opera del Duomo in Siena bewundern kann.
Dieses Beispiel zeigt deutlich auf, dass nahezu alles in Cimabues Biographie nicht der Wahrheit entspricht. Duccio wurde vergessen, und alle seine Werke wurden mit dem Namen von Cimabue in Zusammenhang gebracht. Das wiederum wird durch seine Erwähnung in einem von Dantes Gedichten, und die Konservierung seines Namens für die Nachwelt deutlich. Es musste nichts weiter getan werden, als eine Biographie mit einer Liste seiner (angeblichen) Werke zu erstellen und schon war eine Legende geboren.
Trotzdem kann man an Hand von Dantes Dichtungen erkennen, dass Cimabue ein berühmter Meister seiner Zeit war. Außer "Johannes dem Täufer" von Pisa, ein Mosaik welches schon oft restauriert werden musste, haben wir kein einziges Werk von Cimabue. Manche Kunstkritiker schreiben ihm einige Werke zu Gute, aber ohne jeden Beweis sind diese Mutmaßungen nicht sehr standfest.

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LEONARDO DA VINCI

Leonardo da Vinci wurde am 15. April 1452 in Vinci, einem kleiner Ort 45 km von von Florenz entfernt, als unehelicher Sohne eines Notars und eines Bauernmädchens geboren. Leonardo wuchs in Vinci im Haus seines Großvaters väterlicherseits auf. Obwohl er ein uneheliches Kind war, genoss er die Zuneigung der ganzen Familie und erhielt eine gute Erziehung. Nach dem Tod des Großvaters siedelte die Familie 1468 nach Florenz über. Ein Jahr später wollte sein Vater, Leonardos schon früh entdeckte Begabung durch die Ausbildung bei dem damals gefragtesten Meister in Florenz, nämlich dem Bildhauer, Goldschmied und Maler Andrea del Verrocchio, fördern. In dieser Zeit malte er den Engel und die Landschaft in dem Bild "die Taufe Christi", welches sich heute in den Uffizien befindet. 1472 wurde Leonardo als Meister bei der "Campagna dei Pittori" eingeschrieben und war somit Mitglied der St.Lukas-Gilde als Maler. Wahrscheinlich wurde damit auch das Lehrverhältnis beendet. Leonardo blieb aber bis 1477 weiter in Verrocchios Werkstatt.
Anfang der 80er Jahre bedrückte ihn immer mehr die Enge des Florentiner Milieus. Ebenso ist er sehr enttäuscht, nicht unter die vier Künstlern berufen worden zu sein, die die Wände der Sixtinischen Kapelle bemalen durften. 1482 bot er seine Dienste dem Fürsten von Mailand, Ludovico Sforza, an. Er siedelte nach Mailand über und gründete die Accademia Leonardi Vinci. 1483 erhielt er den Auftrag, eine Altartafel für die Kapelle S. Francesco Grande zu schaffen. Er schuf die Madonna in der Felsengrotte. 1490 entwarf Leonardo den Kanon der menschlichen Proportionen, bekannt als "Der Mensch des Vitruv". 1494 beschäftigte sich Leonardo zusehends mit Hydraulik, Optik und Mechanik. Von 1495 bis 1497 arbeitete er im Refektorium von S.Maria delle Grazie am Fresco "Das Letzte Abendmahl". Zwei Jahre später beschäftigte er sich mit der Konstruktion von Brücken. Nach der Eroberung Mailands 1499 durch Ludwig XII, König von Frankreich, floh er nach 17 Jahren aus Mailand. 1502 machte Cesare Borgia ihn zu seinem Militäringenieur. Ein Jahr später begann er die Arbeit am Portrait Lisa del Giocondo, besser bekannt als Mona Lisa. In den Jahren 1506 bis 1513 arbeitete Leonardo auf Einladung des französischen Stadthalters erneut in Mailand. 1513 reiste er, auf Einladung des Papstes Leo X, nach Rom. Dort beschäftigte er sich weiter mit der Anatomie des menschlichen Körpers, obwohl ihm der Papst das Sezieren von Leichen verboten hatte. Mit Melzi und Salai brach Leonardo 1516 nach Frankreich an den Hof von Franz I auf. Er lebte fortan auf dem Schloss Cloux bei Amboise, wo sein berühmtes Selbstportrait entstand und er sich mit Projekten für Festveranstaltungen und mit hydrologischen Ausarbeitungen für einige französische Flüsse beschäftigte. Am 02.Mai 1519 verstirbt Leonardo da Vinci im Alter von 67 Jahren in Cloux und wird in der Kirche des hl. Florentin beigesetzt. Während der Religionskriege im 16. Jahrhundert wird das Grab geschändet, so dass Leonardos sterbliche Überreste für immer verloren gegangen sind.
Leonardo da Vinci war nicht nur ein herausragender Künstler, sondern verband als Universalgenie das Wissen über Wissenschaft und Technik, wobei er oft seiner Zeit voraus war, so etwa mit der Idee zu einem Panzer, einem Auto, einem Helikopter oder einem Fallschirm. 1999 wurde der Fallschirm nach Angaben Leonardos nachgebaut und ausprobiert: Er funktionierte. Er entwarf auch perfekte Garten- und Schlossanlagen, Kirchen, Festungen, Kanäle und mehrgeschossige Straßen. Leonardo beschäftigte sich außerdem mit der Zeitmessung, entwarf Sand- und Wasseruhren, kümmerte sich um die praktischen Probleme der Gewichtsuhr. Bereits ein Jahrhundert vor Galilei entwickelte er grundlegende Erkenntnisse zur Zeitmessung, bei denen er immer wieder den Zusammenhang mit anderen Maschinen herstellte. Auf dem Gebiet der Anatomie, Botanik, Zoologie, Geologie, Aerologie, Optik und Mechanik reicht er weit über die Erkenntnisse der Renaissance hinaus. Er verband wissenschaftliche, empirische und philosophische Ansätze miteinander. Er forschte nach Gesetzmäßigkeiten, mechanisch-funktionalen Urgesetzen, immer auf der Suche nach einer umfassenden Lehre.

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MICHELANGELO BUONARROTI

Michelangelo Buonarroti wurde am 6.März 1475 in Caprese in der Nähe von Arezzo geboren.
Er ist einer der berühmtesten Künstler aller Zeiten und der bedeutendste Repräsentant der italienischen Hochrenaissance. Im Alter von 13 Jahren wurde er Schüler von Domenico Ghirlandaio, von dem er die Technik der Fresken erlernte. Später wurde er vom großen Kunstmäzen Lorenzo de'Medici entdeckt und von diesem in sein Haus aufgenommen und gefördert. Er studierte die Bildhauerkunst unter Anleitung von Bertoldo di Giovanni. Er stand sein ganzes Leben unter dem Schutz der Medici, selbst dann, als er während der berühmten Belagerung von Florenz 1530 gegen sie kämpfte. Während dieser Zeit vollendete er die "Madonna an der Treppe" und den "Zentaurenkampf".
Auf Grund der politischen Unruhen in Florenz und nach dem Tod von Lorenzo de'Medici, verließ Michelangelo 1492 die Stadt. Nach verschiedenen Reisen in Oberitalien, vor allem nach Bologna, begab er sich 1496 das erste Mal nach Rom, wo der "Trunkene Bacchus" und die berühmte "Pietà" in der Peterskirche, entstanden.
1501 kehrte Michelangelo nach Florenz zurück, wo er den überlebensgroßen "David" schuf. Von seinen Florentiner Anhängern "Gigant" genannt, wurde die monumentale Statue 1504 von ihm fertig gestellt und das Original kann heute in der Galleria dell'Accademia in Florenz in Florenz besichtigt werden.
1504 wurde Michelangelo von Papst Julius II nach Rom zurückberufen, um dessen Grabmal mit 40 lebensgroßen Figuren zu gestalten. 1508 nahm er widerstrebend den Auftrag zur Ausmalung der Decke der Capella Sistina im Vatikan an. Am 31.10.1512 erfolgte die Enthüllung der unter höchstem körperlichen Einsatz durchgeführten Deckenmalereien. Sie stellen den Höhepunkt seines malerischen Schaffens dar.
Nach dem Tod von Papst Julius II im Jahre 1513 arbeitete er für dessen Nachfolger Papst Leo X, Sohn von Lorenzo de'Medici. So übernahm Michelangelo den Auftrag für die Errichtung und Ausgestaltung der Medici-Kapelle, der so genannten "Neuen Sakristei" von San Lorenzo in Florenz. Fertig gestellt wurden allerdings nur die Grabmäler der Herzöge Giovanni und Lorenzo de'Medici. In diese Zeit fällt auch der Bau der Biblioteca Medicea Laurenziana, ein Nebengebäude von San Lorenzo, in der Michelangelo die bereits begonnene Wendung zum Manierismus auch architektonisch nachvollzog.
1534 ging Michelangelo nach Rom zurück, wo er dann den Rest seines Lebens verbrachte. Er arbeitete zunächst wieder an der Sixtinischen Kapelle, in der das "Jüngsten Gericht" zum Vorbild für die gesamte Malerei des Barocks werden sollte. Die letzte Schaffensphase war fast ausschließlich Bauprojekten in Rom gewidmet. Michelangelo gestaltete den Kapitolsplatz neu und vollendete den Palazzo Farnese. Im Zentrum seiner Tätigkeit stand jedoch die bedeutendste Bauaufgabe seiner Zeit: St. Peter, für die er 1546 unter Verzicht auf Lohn die Bauleitung übernahm. Er straffte den bereits vorhandenen Entwurf, vereinfachte das Raumgefüge und projizierte die monumentale, an Brunelleschis Florentiner Dom orientierte Kuppel.
Als Michelangelo am 18 Februar 1564 im Alter von 89 Jahren starb, trauerten die Zeitgenossen um den überragenden Künstler einer ganzen Epoche. Er war der Vollender der Hochrenaissance, Wegbereiter manieristischer und barocker Stiltendenzen.

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