Renaissancekapellen in Florenz
zurück zu Rundgänge-in-Florenz
|
In Florenz
gehören die Renaissancekapellen zu den besten Zeugnissen
der Geschichte des Bürgertums, der Religion und der
Kunst. Noch heute haben sie einen wahren didaktischen Wert,
der so typisch ist für die toskanische und florentinische
Kunst. Trotz zahlreicher Veränderungen im Laufe der
Jahrhunderte sind viele noch gut erhalten und können
in den Kirchen und Kreuzgängen besichtigt werden, in
denen sie von reichen Kaufleuten und Bankiers gestiftet worden
sind, die die besten Künstler ihrer Zeit mit der Gestaltung
beauftragten. In den Kapellen ist die enge Verbindung zwischen
Religion, Macht, Geschäft, Kultur und Kunst zu erkennen,
die Florenz im 15. Jh. zum Mittelpunkt der Christenheit werden
ließ. |
|
||
Während
die Brancacci-Kapelle die große Schule
der Maler des 15. Jh. war, so gaben in der Alten Sakristei
von San Lorenzo Brunelleschi und
Donatello jenes Ideal der Perfektion vor, das wiederum von Brunelleschi und
Luca della Robbia in der Pazzi-Kapelle in Santa Croce (ca.
1443 - 1478) aufgegriffen wurde. Hier bilden der weiße
Putz, der graue Sandstein und die blauen Terracotten mit Emailglasur
eine Raumharmonie von seltener Schönheit. Geht man dann
zum Palazzo Medici weiter, kommt man zum sicher heitersten
und phantastischsten Innenraum, den ein florentinischer Palazzo
des 15. Jh. bieten kann: die Palastkapelle (Cappella
dei Magi).
Sie wurde von Michelozzo gebaut und für Piero il 'Gottoso'
(Piero der Gichtige) von Benozzo Gozzoli mit dem Fresko des
Zuges der Hl. Drei Könige (1459-1462) ausgestattet. Wir
verlassen das Stadtzentrum und kommen zur Kirche San Miniato
al Monte, in der sich die Kapelle des Kardinals von Portugal
(1459 - 1467) befindet. Mit ihrer Architektur, den Skulpturen
und der sonstigen Ausstattung, die sich in perfektem Gleichgewicht
miteinander verbinden, gehört sie zu den wichtigsten Kunstwerken
des 15. Jh. in Florenz.
|
|||
| Von
hier aus geht man hinunter zu Sant'Ambrogio, beim ehemaligen
Stadttor 'Porta alla Croce'. Hier besichtigen wir die sogenannte
Cappella 'del Miracolo', in der eine Reliquie aufbewahrt wird,
die an ein Wunder (= 'Miracolo') im Jahr 1230 erinnern soll.
Man sieht ein schönes Marmortabernakel von Mino da Fiesole
und Fresken von Cosimo Rosselli, in denen das Wunder der Eucharistie
dargestellt ist. In Santa Trínita befinden sich zwei der wichtigsten Kapellen aus dem 15. Jh., die Kapelle Bartolini Salimbeni mit Szenen aus dem Leben Mariä von Lorenzo Monaco (1420 - 1425) und die Sassetti-Kapelle, mit Gräbern von Giuliano da Sangallo, während Domenico Ghirlandaio mit den Szenen aus dem Leben des Hl. Franziskus hier einen der schönsten Freskenzyklen sowie eine wunderbare Altartafel (1483 - 1485) geschaffen hat. Der Rundweg endet im Chor der Kirche Santa Maria Novella mit der Tornabuoni-Kapelle, in der die Fresken ebenfalls von Domenico Ghirlandaio stammen. Dargestellt sind Szenen aus dem Leben Johannes des Täufers und Mariä (1485 - 1490). Nebenan befindet sich die Strozzi-Kapelle mit Szenen aus dem Leben des Hl. Johannes des Evangelisten und des Hl. Philippus (1487 - 1502) von Filippino Lippi. Das Grab des Auftraggebers ist ein Werk von Benedetto da Maiano. |
|
||
|
|||
DOWNLOAD
Chapels.pdf (113 kb)
zurück zu Rundgänge-in-Florenz







English
French
Portuguese
Spanish
Italian
Czech
Japanese