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SAN NICCOLO' IN OLTRARNO in Florenz


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Der alte Stadtbanner Scala des Stadtteils Santo Spirito Historischer, k�nstlerischer Rundgang zwischen dem Ponte Vecchio und der Porta San Niccolo'.

Seit 1343 war Florenz in vier politische Verwaltungsbezirke aufgeteilt, die Stadtteile (Quartieri) genannt wurden: San Giovanni, Santa Croce, Santa Maria Novella und Santo Spirito, die ihrerseits wiederum in Gonfalone unterteilt waren.

Der Gonfalon Scala bestand größtenteils aus dem heutigen Stadtteil San Niccolo' in Oltrarno.
Seine Grenzen waren: der Arno zwischen dem Ponte Vecchio und der Porta San Niccolo', der Abschnitt der alten Stadtmauer von Arnolfo zwischen diesem Tor, der Porta San Miniato und der Porta San Giorgio, die Costa di San Giorgio, hinab bis zur Piazza Santa Felicita und der erste Abschnitt der Via Guicciardini bis zum Ponte Vecchio.Die Pfarrbezirke des Gonfalons Scala, denen große administrative Bedeutung zukam waren: Santa Maria Soprarno (besteht seit langer Zeit nicht mehr), Teile von Santa Felicita, Santa Lucia de' Magnoli, San Niccolo' und San Giorgio alla Costa.
Wir beginnen unseren Spaziergang am Ponte Vecchio und gehen zur Via Guicciardini, wo wir die hübsche Piazza Santa Felicita finden, die im Sommer durch einige Lokale im Freien belebt wird.

Via de' Bardi. Palazzo Capponi delle Rovinate
Via de' Bardi. Palazzo Capponi
delle Rovinate.

Die gleichnamige Kirche, die an der Stelle einer frühchristlichen Basilika aus dem vierten Jh. n.Chr. erbaut wurde, unterging zahlreiche Veränderungen und wurde später die Kirche der Medici und der Lothringer. Sie wohnten dem Gottesdienst von einem kleinen Chor des Gangs von Vasari aus bei, der oberhalb des Portikus der Fassade gelegen war. 1736 verlieh Ferdinando Ruggeri der Kirche ihre heutige klare architektonische Linie. Für die erste Kapelle rechts, die der Familie Capponi, schuf der bedeutende manieristische Maler Jacopo Pontormo zwischen 1525 und 1528 die berühmte Grablegung; ein Triumph metaphysischen Lichts und leuchtender Farben. Von der Piazza de' Rossi geht man seitlich der Kirche die Costa San Giorgio entlang und gelangt, über die steile Rampa delle Coste, hinab zur Piazza Santa Maria Soprarno, die den Uffizien auf der anderen Arnoseite gegenüberliegt. Hier steht der imponente Palazzo Tempi, jetzt Bargagli Petrucci, der gegen Ende des 16. Jh. erbaut und in seinem Innern später verändert wurde.
Wenn man den alten Teil der Via de' Bardi mit dem Ponte Vecchio im Rücken entlanggeht, wandelt man auf den Spuren Beatrices, Dantes idealisierte Frau, die Simone de' Bardi heiratete. Auf der linken Straßenseite, bei der Nr.36, können wir den Palazzo Capponi delle Rovinate bewundern, der seinen Namen den Erdrutschen des Hügels in früher Zeit verdankt. ("Rovinato" bedeutet zerstört oder beschädigt). An der Mauer gegenüber des Palazzo erinnert eine Gedenktafel von 1565 an das Verbot, auf dieser Straßenseite weitere Gebäude zu errichten.
Der Innenhof, errichtet auf Betreiben von Niccolo' da Uzzano, einem bedeutenden Vertreter der florentiner Oligarchie des frühen 15. Jh., scheint ein Werk des jungen Brunelleschi zu sein (auch wenn Vasari von Plänen Lorenzo dei Biccis berichtet). Er gilt als eines der ersten Beispiele der Renaissance-Architektur. Der Architekt der Fassade des Palazzo gegenüber dem Lungarno Torrigiani ist jedoch zweifelsohne Giuseppe Poggi, der sie zwischen 1872 und 1878 entwarf.
Etwas weiter (bei der Nr.30) erhebt sich der Palazzo Larioni de' Bardi, der im 15. Jh. nach der Tradition Michelozzos errichtet wurde. Im Innenhof, am Fuße der Treppe befindet sich eine Statue, die einem dalmatischen Bildhauer aus dem Kreis um Michelozzo zugeschrieben wird. Der Palazzo erstreckt sich bis zur nächsten Hausnummer und wird zum Palazzo Canigiani. Dieser Teil des Gebäudes wurde gegen 1838 von Marchese Tommaso Canigiani umgebaut und ist eines der interessantesten Beispiele für den florentiner Klasssizismus.

S. Lucia de' Magnoli, detail of the fa�ade.
S. Lucia de' Magnoli, Detail der Fassade.

Panorama from Costa Scarpuccia.
Panorama von der Costa Scarpuccia.

Porta S.Giorgio.

Porta S.Giorgio.

Costa de' Magnoli.
Costa de' Magnoli.
Die Kirche Santa Lucia de' Magnoli befindet sich daneben. Ursprünglich war sie ein Hospiz für Pilger, geleitet von der Kongregation von Cluny und wurde gegen Ende des 14.Jh. Pfarrei.
Auch der Hl. Franziskus von Assisi zählte 1211 zu den Gästen dieses alten Hospizes, woran eine Gedenktafel an der Mauer gegenüber der Kirche berichtet. In ihrem Innern sind Werke von Jacopo del Sellaio, Ambrogio Lorenzetti und anderen Künstlern zu sehen. Zu Füßen des Hauptaltars ist Niccolo' da Uzzano begraben, der 1432 verstarb. Hier befand sich eins der berühmtesten Gemälde von Domenico Veneziano, das Altarbild der Hl. Lucia, das sich jetzt in den Uffizien befindet. Die Kirche erhielt 1732 ihr heutiges Aussehen, in ihr befindet sich auch eine Kapelle, die exakt die Dimensionen des "heiligen Hauses der Jungfrau" aus der Kathedrale von Loreto wiedergibt.

Etwas weiter, an der Ecke, befindet sich ein einzigartiges Tabernakel mit der "kleinsten Kunstgallerie der Welt".
Wenn man sich rechts hält, geht es die Costa Scarpuccia hinauf, bis zur Kirche von San Giorgio oder auch des "Heiligen Geistes", heute eine rumänische orthodoxe Kirche. Giovan Battista Foggini gestaltete sie im frühen 18. Jh. um und gab ihr das heutige Aussehen. In ihr befinden sich Werke von Foggini, Alessandro Gherardini, Vincenzo Dandini und Passignano. Rechts der Kirche befindet sich der Eingang zum ehemaligen Kloster, heute eine Kaserne.
Will man weiter zum Forte Belvedere, die Via San Leonardo und Arcetri, folgt man dem Rundgang A. Um zur Via de' Bardi zurückzugehen, empfiehlt es sich, über den herabführenden Teil der Costa de' Magnoli, durch einen kleinen Bogen und über eine kurze Treppe zur Via del Canneto zu gehen. Eine der wirklich charakteristischen Winkel des alten Florenz. Von der Costa Scarpuccia gehen wir weiter, die Via de' Bardi entlang; rechterhand der Palazzo Mozzi aus dem 13. Jh., dahinter ein weitläufiger Garten, der sich bis zu den alten Mauern oben auf dem Hügel erstreckt. Links gelangt man zum Museo Bardini, das von dem Antiquar Stefano Bardini gestaltet und später der Stadt Florenz geschenkt wurde. Darin befinden sich unter anderem Skulpturen und Gemälde von Tino di Camaino, Donatello, Antonio del Pollaiolo, Tintoretto und Tiepolo, sowie zahlreiche Goldschmiedekunstwerke, Möbel, Musikinstrumente, Waffen und Teppiche.
Gegenüber befindet sich der Palazzo Torrigiani - Del Nero, den Baccio d'Angnolo um die Mitte des 16. Jh. erbaute und der gut vom Torrigiani-Garten aus, am gleichnamigen Arnoufer zu sehen ist.

Weiter geht es die Via San Niccolo' mit ihrer schlichten, geometrischen Eleganz. Auf beiden Seiten erheben sich eindrucksvolle Palazzi alter aristokratischer florentiner Familien, mit zahlreichen bedeutenden Werkstätten des Kunsthandwerks. Schließlich gelangt man zur Pfarrkirche San Niccolo' in Oltrarno, mit seiner immer noch original gotischen Struktur im Innern, angereichert durch Seitenaltäre im Stile Vasaris. In der Sakristei, in einer Ädikula aus dem 15. Jh., die Michelozzo zugeschrieben wird, ist ein schönes geramtes Fresko aus derselben Zeit zu sehen. Zu den Kunstwerken, von denen einige nach der Überschwemmung 1966 restauriert wurden, zählen Gemälde von Poppi, Empoli und Taddeo di Bartolo. Interessant ist auch die romanische Krypta der Kirche, die man zur Zeit durch einen benachbarten Weinkeller aus, über einige Stufen besichtigen kann.

Wieder vor der Kirche rechts, gelangt man zur Porta di San Miniato, dem Herzen des Stadtteils von San Niccolo'. Das Tor, das die Flut 1966 mitgerissen hatte, wurde restauriert und erst kürzlich wieder an seinen ursprünglichen Platz gebracht. Dieser Teil der Stadt, der durch Künstler und Literaten berühmt wurde, ist vor allem im Sommer ein beliebter Treffpunkt.
Man folgt dem Rundgang B, indem man durch das Stadttor von San Miniato hindurchgeht und dem steilen Weg hinauf zu den Kirchen San Salvatore al Monte und San Miniato folgt.

Der letzte Teil der Via San Niccolo' wird durch eine Reihe von Gebäuden charakterisiert, die in ihrer Gesamtheit einen einzigartigen Eindruck von den alten Behausungen des "kleinen Volks" von Florenz vermitteln.
Am Ende der Straße erhebt sich das massive Stadttor von San Niccolo' aus dem 14. Jh.,das die gesamte Piazza Giuseppe Poggi beherrscht. Es wird Andrea Orcagna zugeschrieben und hat noch seinen originalen Turm aus dem Jahr 1327, der der einzige war, der bei der Belagerung der Stadt 1529 nicht "abgeschlagen" wurde. Er wurde später restauriert und so zum Monument mitten auf dem neuen Platz, der vom Architekten Poggi entworfen und nach ihm benannt worden war. Dem großen Wissenschaftler und Astronom Galileo Galilie ist die große Stele gewidmet, die Gio' Pontormo 1997 schuf.

Via del Canneto.
Via del Canneto.

Von der Piazza Poggi aus, über die Rampen von San Nicolo' gelangt man leicht hinauf zum Piazzale Michelangelo, über den Rundgang C.
Am Arnoufer, in einem Garten, der an der Stelle der alten Mühlen entstand, befindet sich die Stele der Freundschaft , die Galeazzo Auzzi 1976 in Angedenken an die "Schmutzengel" schuf, jene jungen Leute, die bei der Überschwemmung am 4. November 1966 so wertvolle Hilfe leisteten.
Am Lungarno Serristori entlang geht man zurück zum Ponte Vecchio. Gleich am Anfang wurde die Casa Siviero der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, die Residenz des Regierungsbevollmächtigten Rodolfo Siviero, der beauftragt war, die während des zweiten Weltkriegs verschleppten Kunstwerke wieder zurückzubekommen. In dem kleinen Gebäude, das Poggi entwarf und das von der Vereinigung der Freunde Florentiner Museen betrieben wird, ist eine interessannte Sammlung von Gemälden, Einrichtungsgegenständen, Möbeln und Gegenständen von großem künstlerischen Wert zu sehen.

Weiter geht es zur Piazza Demidoff, in deren Mitte sich das Denkmal befindet, das Lorenzo Bartolini 1870 für den berühmten russischen Aristokraten Nicola Demidoff schuf, der im 19. Jh. die Geschichte von Florenz und ganz besonders die von San Niccolo' prägte. Mit Blick auf den Arno und die Piazza erhebt sich der Palazzo Serristori, in dem sich berühmte Persönlichkeiten wie Hieronymus und Joseph Bonaparte aufhielten.
In der Via de' Renai, am tiefer gelegenen Teil der Piazza, befindet sich das Cafe' aus dem berühmten Film Amici miei.

Wir folgen dem Lungarno Serristori und biegen schließlich, auf der Höhe des Ponte alle Grazie in den Lungarno Torrigiani ein. In den Gärten, die Ende des 19. Jh. der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, baute man zu Anfang dieses Jahrhunderts, im klassizistischen, venezianischen Stil, die evangelisch-lutherische Kirche.
Wir empfehlen, den gesamten Lungarno Torrigiani und den neuen Teil der Via de' Bardi, der nach dem zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut wurde, entlangzugehen.
Wir kommen nun zum Ausgangspunkt unseres Spazierganges zurück, wo sich uns ein Blick auf das älteste Herzstück der Stadt und den Ponte Vecchio bietet, der die Geschichte von Florenz durch Jahrhunderte prägte.

a room in the Museo Bardini.
Ein Raum im Museum Bardini.

Rundgang A: Forte Belvedere, Via San Leonardo und Arcetri.
Wir gehen weiterhin linkerhand die Costa San Giorgio hinauf und kommen bei der Nr.17/19 an Galileos Haus vorbei. Jenseits des alten Stadttors von San Giorgio geht es aufwärts, um Florenz von den Wällen des Forte Belvedere aus zu bewundern, das Bernardo Buontalenti im späten 16. Jh. für Ferdinando I. de' Medici schuf.
Wir gehen nun Richtung Land, entlang der bezaubernden Via San Leonardo, einer der schönsten Spazierwege jenseits der Stadttore zwischen der von Mauern umfassten Stadt und den hübschen Hügeln der Umgebung. An der Via San Leonardo befindet sich der florentiner Sitz der John Hopkins University, die Kirche von San Matteo in Arcetri, die Werkstatt des berühmten Malers Ottone Rosai und der ehemalige florentiner Wohnsitz von Peter Tschaikowski. Auf dem Viale dei Colli angekommen, gelangt man rechts zum Piazzale Galileo mit dem Denkmal Daniele Manins, einem Held des italienischen Risorgimento, während man links über den Viale Galileo zur Basilika von San Miniato al Monte und den Piazzale Michelangelo kommt. Die Via San Leonardo geht es weiter hinauf, zwischen eingefassten Mauern und vornehmen Wohnhäusern bis nach Arcetri, wo Galileo starb.
Rundgang B: San Salvatore al Monte und San Miniato
Wir bewundern die alten Stadtmauern, die zum Schutz des Stadtteils San Niccolo' errichtet wurden und steigen die Treppen hinauf , die mit den Stationen des Kreuzwegs gekennzeichnet sind und erreichen so die Spitze des "Monte fiorentino". Dante erwähnte bereits diesen Ort, der eng mit dem Hl. Johannes Gualberto verknüpft ist, dem Gründer des Ordens der Valombrosanermönche, der hier das Leben des Mörders seines Bruders verschonte. Ein Tabernakel erinnert an diese Begebenheit.
Hat man die Allee am Anfang des Piazzale Michelangelo überquert, erreicht man die Franziskanerkirche von San Salvatore, auch "al Monte alle Croci" genannt, ein Meisterwerk der Renaissancearchitektur. Weiter geht es zum Friedhof der Porte Sante und der Basilika von San Miniato al Monte, dem eindrucksvollsten Beispiel der florentiner Romanik. Der Ausblick vom Kirchplatz aus ist einzigartig.

the monument to Nicola Demidoff.
Das Monument für Nicola Demidoff.

map Rundgang C: die Rampen und der Piazzale Michelangelo
Von der Piazza Giuseppe Poggi aus steigt man zum Piazzale Michelangelo hinauf über die Rampen, die Treppen, die ebenfalls Poggi plante, der zwischen 1867 und 1876, als Florenz italienische Hauptstadt war, den Hügel gänzlich umgestaltete. Dieses eindrucksvolle Bauwerk soll mit seinem System die weite Terrasse des Piazzale Michelangelo stützen und die Abhänge des Hügels von San Miniato befestigen. Man geht von Brunnen zu Springbrunnen, ruht sich im Schatten des Grüns der Jahrhunderte alten Bäume aus und sieht, wie sich der Ausblick auf Florenz immer wieder verändert und sich in voller Pracht entfaltet. In der Mitte des Platzes befindet sich das obligatorische Ziel eines jeden Touristen: das Denkmal, das für Michelangelo errichtet wurde und das die gesamte Stadt mit den umliegenden Hügeln beherrscht.

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