Das Florenz der MEDICI
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Über mehr als drei Jahrhunderte war die Familie Medici aufs engste mit der Stadt verbunden: sie wurde von ihr entscheidend beeinflußt und beeinflußte sie ihrerseits. Private und öffentliche Macht fließen ineinander, zuerst in den geschickten Händen Cosimos des Alten, des Pater Patriae, dann in denen Lorenzos des Prächtigen. Die Medici waren nicht nur aktive Kaufleute und Bankiers, sondern hatten auch gute Verbindungen zur Kirche und zu den bedeutendsten Herrscherhäusern Europas, so daß sie außer der Papstwürde (Leo X. und Clemens VII.) auch den französischen Thron erlangten (Caterina de' Medici heiratet Heinrich II., Maria Heinrich IV.) Als Mäzene unterstützten sie die Kunst der Renaissance, als Förderer von Kultur und Wissenschaft machten sie Florenz zur Hauptstadt eines reichen, mächtigen und allseits respektierten Staates. Die
Spuren der Medici in der Stadt verfolgen wir vom Palazzo
Medici aus, der 1444 von Michelozzo für Cosimo den
Alten gebaut wurde. Im Renaissancehof ist auf Marmortondi
das Medici-Wappen zu sehen, während im Innenraum der
kleinen, aber feierlichen Kapelle mit der Darstellung Lorenzos
in den Gewändern eines jungen Königs das politische
Gewicht und der Einfluß des Hofes der Medici auf
das Leben in der Stadt hervorgehoben wird. |
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Auf
der Piazza della Signoria und im Palazzo
Vecchio erinnert
viel an den Übergang der politischen Macht in die
Hände der Medici. Die Skulpturen auf dem Platz und
unter der Loggia (die im 16. Jh. den Namen "dei Lanzi" bekam)
unterstreichen die Macht der von der Familie gestellten
Herzöge und Großherzöge: von Bandinellis
Herkules und Kakus über den Perseus Cellinis und den
Neptun Ammannatis bis hin zum Raub der Sabinerinnen und
dem Reiterstandbild Cosimos I . von Giambologna. Vor allem
im Hof und in den Räumen des Palazzo Vecchio spürt
man heute noch ganz deutlich die Präsenz von Cosimo
I. und seiner Frau Eleonora von Toledo. Für sie führte
Vasari mit zahlreichen Hilfskräften einschneidende
Veränderungen aus, die den Sitz der Regierung der
Stadtrepublik in einen wahren herzöglichen Palast
verwandelten, prunkvoll ausgestattet mit Gemäldezyklen
und Skulpturen.
Aber erst der Bau der Uffizien (1560) sollte den Gipfel der Macht Cosimos I. bezeichnen, der Vasari damit beauftragte, den Palazzo Vecchio mit der neuen Residenz, dem Palazzo Pitti, zu verbinden. Dies geschah durch den sogenannten Vasarianischen Korridor (1565), der über des Läden der Ponte Vecchio entlangführt. Wenn auch die Uffizien eigentlich der Sitz der öffentlichen Ämter waren, so wurde doch im obersten Geschoß schon eine der wertvollsten Sammlungen von Kunstwerken aller Art eingerichtet, und in der Tribuna schuf Buontalenti einen symbolträchtigen Raum für ausgesuchte Schmuckstücke, Gemälde und Skulpturen. |
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Im
Palazzo Pitti und in den luxuriösen Boboli -Gärten,
die Tribolo hinter der Residenz anlegte (1550), lebten
die Medici als unangefochtene Herrscher und umgaben sich
mit Gemälden und Ausstattungsgegenständen höchster
Qualität, die von ausgesuchtem Geschmack zeugen. Der Rundgang zum Thema Medici kann nicht abgeschlossen werden, ohne wenigstens eine der zahlreichen Landvillen mit einzuschließen, so etwa Careggi, Castello und Petraia, Poggio Imperiale oder, weiter außerhalb von Florenz, Poggio a Caiano, Cerreto Guidi, Pratolino oder Cafaggiolo. |
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Medici.pdf (59 kb)
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