DANTE in Florenz
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Dante Alighieri (Florence, 1265 - Ravenna, 1321)
ist allgemein bekannt als Verfasser der Göttlichen
Komödie, einer
Dichtung in Terzinen, die in 'Volgare', der Sprache des Volkes zur Zeit Dantes,
geschrieben und in die drei Teile der Hölle, des Fegefeuers und des Paradieses
gegliedert ist. Aufgrund des großartigen Aufbaus, der starken Wirkung,
des Formenreichtums und der unendlichen Expressivität gilt das Opus als
eines der großen Meisterwerke der Weltliteratur. In Florenz kann man Orte
wiederentdecken, die schon Dante vertraut waren, und Kunstwerke, in denen sein
Andenken weiterlebt. |
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Tnser Weg führt durch das Herz des alten Fiorenza
. Er beginnt beim Baptisterium, in dem Dante getauft worden
war und in das er gerne zurückgekehrt wäre, um
die Dichterkrone zu empfangen, von der er wußte,
daß sie ihm gebührte (Paradies XXV, 1-3).
I m Dom befindet sich das Tafelbild von Domenico di Michelino, auf dem Dante, der mit seiner Dichtung Florenz erleuchtet (1465) zu sehen ist. Gegenüber der Südflanke des Domes sieht man den Punkt, von dem aus Dante beim Bau von Santa Maria del Fiore zugesehen haben soll, den sogenannten "Sasso di Dante" (Dantes Stein). Von der Via del Proconsolo kommt man zum Corso, in dem früher die Porta a San Piero stand. Man biegt nach links und geht an den Häusern der Familie Portinari vorbei, in denen Beatrice, die Muse Dantes lebte ( Vita Nuova und Fegefeuer XXX, 31-33). Dann geht man durch den Bogen der Via Santa Margherita und sieht zuerst die Kirche und dann das Haus Dantes ("Casa di Dante"), ein kleines Museum mit einer Ausstellung zu Leben und Werk des Dichters. Auf dem Platz bemerkt man an der Wand eine Marmortafel, auf der die heute noch existierenden Bauwerke aus der Zeit Dantes dargestellt sind: der Torre della Castagna, in dem die Zunftvorsteher (Priori delle Arti) ihre Versammlungen abhielten, und die Badia (Abtei), in der der Markgraf Ugo di Toscana (Paradies XVI, 127-130) beigesetzt ist. Nicht
weit entfernt steht der mächtige Bau des Bargello,
der 1255 für den Capitano del Popolo gebaut und später
Palazzo del Podestà wurde. In der Kapelle im ersten
Stock wird Dante in einem Giotto zugeschriebenen Fresko
unter den Auserwählten im Paradies dargestellt. Man
kommt auf die Piazza Santa Croce. Hier steht auf der Treppe
vor der Franziskanerkirche die von Enrico Pazzi 1865 geschaffene
Dante-Statue. |
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Durch
den Borgo Santa Croce, die Via de' Neri und schließlich
die Via della Ninna erreicht man den Palazzo dei Priori
oder Palazzo Vecchio, das Rathaus, das neben der ehemaligen
romanischen Kirche San Pier Scheraggio (später in
die Uffizien einbezogen) entstanden ist, in der Dante an
den Versammlungen des Stadtrats teilgenommen hat.
Die weitläufige Piazza della Signoria war für Dante noch die Stelle, an der die Häuser ghibellinischer Familien wie der Uberti standen, die nach dem Sieg der guelfischen Partei abgerissen wurden. Durch den Chiasso Baroncelli, die Via Lambertesca und die Via Por Santa Maria (nach dem Krieg wiederhergestellt) kommen wir zu Ponte Vecchio mit dem Turm der Amidei, der mit der Geschichte der Ermordung von Buondelmonte (Paradies XVI, 136) zusammenhängt. Vom Borgo Santi Apostoli aus gehen wir in Richtung Piazzetta del Limbo, seitlich am Palazzo Spini (13. Jh.) entlang und auf die Piazza Santa Trínita. Hier steht die gleichnamige Kirche, in der Dante die Maestà Cimabues bewundern konnte, die heute in den Uffizien hängt. Die Via Tornabuoni entlang kommen wir erst zur Kirche Santa Maria Maggiore, in der Brunetto Latini (Hölle XV, 82-85) beerdigt ist, der Leher Dantes der ihm beigebracht hatte, "wie der Mensch sich ewigen Ruhm erwirbt", und dann zu Santa Maria Novella. |
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In der Kirche interessiert uns das von Giotto gemalte
Kruzifix und, in der Strozzi-Kapelle, die Fresken von Nardo
di Cione, die die Hölle und das Paradies nach dem
Muster Dantes schildern. |
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